Employer Advocacy

Ansätze erfolgreicher Employee Advocacy

Innerhalb des kürzlich beleuchteten Employer Branding bietet sich Employee Advocacy zur Positionierung der eigenen Unternehmung an. Durch Employee Advocacy stellen Mitarbeitende ihre Arbeitgebenden authentisch und glaubwürdig als attraktive Unternehmung dar. Nachfolgend zwei Tipps, wie Employee Advocacy erfolgsversprechend eingesetzt wird.

Seit einigen Monaten zieht eine neue Form der Mund-zu-Mund-Propaganda das Aufsehen engagierter HR-Abteilungen und Job-Recruiter auf sich: Unter dem Stichwort Employee Advocacy (das grundsätzlich als Variante des Employer Branding bezeichnet werden kann) stärken Mitarbeitende einer Unternehmung die Reputation ihres Arbeitgebenden. Dies geschieht durch das Posten und Sharen von Insights, durch Blicke hinter die Kulissen einer Unternehmung oder anderweitig fokussierte Berichterstattung aus einer Firma.

Den enorme Potenzial, dass Employee Advocacy einer Unternehmung zur eigenen Positionierung als attraktiver Arbeitgebender bietet, haben wir bereits unter die Lupe genommen. Dass beim Nutzen von Employer Advocacy dem einen oder anderen Stolperstein ausgewichen werden sollte (von einer negativen Unternehmenskultur über eine unglaubwürdige Wortwahl), haben wir ebenfalls bereits in einem Beitrag erläutert.

Neue Wege koordiniert beschreiten

Die Mehrheit grosser in der Schweiz tätigen Unternehmungen investiert zwar bereits in Employer Advocacy, doch liegt hier weiterhin enormes Potenzial brach. So bietet Instagram und explizit die «Stories»-Funktion auf dem bildlastigen sozialen Netzwerk zahlreiche Möglichkeiten, authentische Blicke hinter die Kulissen zu gewähren und ein positives Unternehmensklima darzustellen.

Da besonders bei Unternehmungen mit grossem Personalbestand das Risiko gegeben ist, durch zu hohe oder nicht koordinierte Aktivitäten der Mitarbeitenden den eigenen Auftritt unübersichtlich zu gestalten, empfiehlt es sich, eine klares Storyboard zu erstellen. Darin kann beispielsweise definiert werden, welcheR Angestellte wann welchen Inhalt postet. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos und reichen von einer Event-Berichterstattung über die Dokumentation eines Arbeitstages bis zu auf Feiertage bezogene Posts. Bei Microsoft ist beispielsweise erkennbar, dass regelmässig zu gewissen Serien wie «Behind the Scenes», «Happy Friday» oder «@empowermentplan» gepostet wird. Anbei ein Instagram-Posts, der Microsoft-CEO Satya Nadella beim Besuch im CBS-Medienunternehmen zeigt:

Anreize schaffen, Zwänge vermeiden

Wie können innovative Unternehmungen ihre Mitarbeitenden zu Employee Advocay bewegen, ohne deren Authentizität und Glaubwürdigkeit zu untergraben? Ganz klar mit der Devise «Nichts muss, alles kann» – Employee Advocacy sollte immer auf freiwilliger Basis erfolgen. Zahlreiche Studien und Befragungen zeigen, dass Mitarbeitende, die aus freien Stücken in ihren eigenen sozialen Netzwerken Werbung für ihre Unternehmung betreiben, extrem authentisch wirken und die Reputation einer Unternehmung erheblich steigern können.

Dazu gleich noch eine Devise: «Zuckerbrot statt Peitsche». So bietet sich an, intern einen angemessenen Bonus für die Mithilfe bei der Rekrutierung einer besonders gesuchten Fachkraft auszuschreiben. Dieser Bonus muss nicht zwingend aus einer finanziellen Zuwendung bestehen und kann beispielsweise auch das Vergeben zusätzlicher Ferientage beinhalten. Auch hierbei gilt: Der Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar