Eine Pinnwand mit vielen Post-its zeigt den Bewerbungsprozess

Agile Recruiting: Was genau ist das?

Schon wieder ein neuer Recruiting-Trend? Ein cooles Schlagwort? Oder einfach nur eine altbewährte Methode, die aufgefrischt wird? Nicht ganz. Denn das Prinzip des agile Recruitings gibt es bereits seit 2001 und hat seinen Ursprung in der Softwareentwicklung. Doch wie genau funktioniert dieser Ansatz für den Bewerbungsprozess?

Effizienz und Selbstständigkeit werden verstärkt

Vor 20 Jahren haben sich 17 Softwareentwickler zusammengetan und das agile Manifest entwickelt. Dabei ging es darum, Projekte effizienter, schneller und somit auch einfacher umzusetzen. Jeder Planungsschritt sollte von nun an nicht mehr statisch, sondern dynamisch erfolgen. Konkret bedeutet das, dass die beteiligten Mitarbeitenden ihre Stärken und Fähigkeiten vermehrt und von nun an mit mehr Handlungsfreiheit unter Beweis stellen können. Eine wichtige Voraussetzung ist es, dass das Unternehmen auf das Können der Mitarbeitenden vertraut und diese auch fördert.

Wie funktioniert das Prinzip fürs Recruiting?

Hierfür müssen wir uns zunächst – die wohl üblichste – Situation in den HR-Abteilungen anschauen. Das HR schreibt eine Stellenanzeige, diese wird in den jeweiligen Portalen freigeschaltet, es wird auf Kandidaten gewartet. Anschliessend werden passende Kandidaten eingeladen, sie stellen sich vor und werden im besten Fall eingestellt. Das Problem: Die meisten HR-Mitarbeitende haben noch nie in den anderen Abteilungen gearbeitet und wissen oft nicht so recht, was genau gesucht wird. In den ungünstigsten Fällen werden die neu Eingestellten wieder nach wenigen Monaten freigestellt. Deswegen kommt das agile Recruiting ins Spiel. Hierbei wird das ganze Team mit eingebunden. Ein anfängliches Brainstorming mit allen Beteiligten hilft, ein besseres Gespür für die Stelle und das Gesuchte zu finden. Während des ganzen Prozesses werden für jedes Mitglied sämtliche Informationen freigelegt. Dadurch wird die Kommunikation des Teams verstärkt, was zu einer erhöhten Effizienz führt.

Welche Hilfsmittel gibt es beim agile Recruiting?
  1. Je nachdem, wie das Unternehmen aufgebaut ist, liegen bereits interne Kommunikationsmöglichkeiten vor. Sei es durch ein Intranet oder eine genutzte Software. Falls diese noch nicht vorhanden sind, sollten Sie sich diese aneignen.
  2. Stellen Sie sicher, dass jedes Teammitglied Zugriff auf die Ordnerstruktur hat und sich dort auch aktiv beteiligen kann.
  1. Nutzen Sie Google Analytics, um die Daten der Kandidaten auszuwerten. Diese sollten auch wieder für sämtliche Mitglieder einsehbar sein.
  2. Holen Sie Schlüsselfiguren wie Projekt- oder Abteilungsleiter mit in das Bewerbungsgespräch. So können sich die später miteinander arbeitenden Personen bereits kennenlernen.
  3. Achten Sie beim Bewerbungsprozess darauf, Kandidaten zu wählen, die ein selbstständiges Arbeiten bevorzugen, teamfähig sind und vor allem flexibel sind. So kann ein agiles Arbeiten auch nach dem Recruiting gewährleistet werden.

 

Nutzen Sie agile Recruiting? Welche Erfahrungen haben Sie schon damit gemacht? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

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