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Wird Siri oder Alexa die nächste Mitarbeiterin im HR sein?

Betrachtet man die technologischen Entwicklungen, könnte einem Angst und Bang werden. Werden Siri, Alexa, Cordana oder Google den menschlichen Assistenten ersetzen? Oder gelingt es, eine personalisierte Interaktion zu entwickeln, die Mitarbeitende und Bewerber schätzen?

Virtuelle Assistenten gewinnen im privaten Konsumraum immer mehr an Bedeutung. Siri ist allgegenwärtig. Alexa nimmt einem daheim schon ganz viel ab: Sie bedient die Playlist, spielt den Meteorlogen, erstellt To do-Listen. Smart home, nennt man das. In Deutschland ist Alexa schon so weit, dass sie Taxis bestellen kann. Für die Schweiz dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein.

Adaptiert man all diese Fähigkeiten in die Berufswelt, wird schnell klar, wohin der Hase läuft. Bereits heute leisten Cordana, Google Assist oder Alexa schon viel. Diktiert man ihnen Worte inklusive Satzzeichen in Schriftsprache, sind die Assistenten fähig, diese fast fehlerfrei in geschriebene Texte umzuwandeln. Und, ComScore geht davon aus, dass bis 2020 rund 50% aller Recherchen im Internet sprachgesteuert sind.

Es ist normal geworden, mit dem Handy zu reden

Mensch ist sich inzwischen gewohnt, mit der Technologie zu interagieren. Das erklärt auch, warum der Echo von Amazon sich im ersten Jahr ähnlich verkauft hat, wie das erste iPhone. Smarte Lautsprecher hören immer zu, müssen aber mit einem Aktivierungwort aufgefordert werden, damit sie verarbeiten, was sie hören. Beim Google Assistant ist das «Hey Google» oder «OK Google», bei Alexa entweder «Alexa», «Computer» oder «Amazon». Was die smarten Helfer alles können finden Sie im Artikel von watson. Amazon will mit Echo noch weiter gehen. Der Lautsprecher Echo hört zu und merkt sich Vorlieben und Abneigungen des Gesprächspartners. Daraus erstellt Alexa ein Profil. Alexa kann auch, während Sie ein Gespräch führen, das Restaurant, in dem Sie gerne zu Mittagessen würden, reservieren. Das ist Zukunftsmusik, sagt Amazon. Die Anmeldung fürs Patent ist bereits gemacht.

Auch im HR, im Recruiting macht diese Konversationstechnologie Sinn. Sie birgt das Potential, das Engagement von Kandidaten und Mitarbeitenden zu fördern. Die RankBrain Technologie von Google ermöglicht menschenähnliche Gespräche. Denn das System erinnert sich an jede Interaktion, die es einmal durchgeführt hat. Dadurch bietet es für jeden Kandidaten oder Mitarbeitenden die Bandbreite, um als persönlicher Assistent individuell zu dienen. Die Technologie bietet über alle Berührungspunkte hinweg ein personalisiertes Erlebnis. Das stärkt Beziehungen und hilft, Prozesse bei der Rekrutierung oder Bewertung zu rationalisieren. Trotzdem wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die Technologie vollumfänglich in Unternehmen implementiert ist. Denn, die Kommunikationsstrategien sollten auf das bestehende Publikum Rücksicht nehmen.

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