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Mitarbeiter- und Arbeitgeberbewertungen im Netz: Bringt das was?

Bewertungen von Arbeitgebern bergen grosse Chancen. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, die Sorgen und Probleme der Mitarbeiter zu verstehen. Das fördert das Reputationsmanagement in eigener Sache und den Aufbau der Arbeitgebermarke. Auch Arbeitnehmende profitieren von Bewertungen, wenn sie bereit dazu sind.

Flexibel Arbeiten – was vor ein paar Jahren nur wenige suchten, ist heute zu einem Selbstverständnis geworden. Flexibel Arbeiten heisst: mehr Abwechslung, mehr Selbstbestimmung, mehr Erfahrung für die Arbeitnehmenden. Für Unternehmen hat es den Vorteil, dass sie flexibel auf Auftragsvolumen reagieren und die Fixkosten tief halten können. Der Markt für Freiberufler hat sich von 2015 bis 2017 verdoppelt. Beinahe unbegrenzt sind die Einsatzbereiche, in denen mit Freelancern gearbeitet wird und Jobs nicht mehr fix vergeben werden.

Der perfekte Match

Das haben Plattformen wie Coople erkannt. Was früher eine zeitraubende Tätigkeit war, ist heute mit wenigen Klicks erledigt – die Partnervermittlung im Jobumfeld. Das Arbeitsmodell ist perfekt für Menschen, die selbst wählen wollen, wann und wo sie arbeiten. Gerade Studenten schätzen das. So haben sie genügend Zeit fürs Studium, können sich Puffer für die Prüfungsvorbereitung einplanen und dann wieder arbeiten, wenn die Agenda es zulässt. Man kann vier Wochen «fehlen», ohne den Job zu verlieren. Was bei einem normalen Arbeitsmodell nicht möglich wäre.

Gegenseitige Bewertung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer dank Online-Feedback

Vorbei sind die Zeiten, bei denen die Leistungsbewertung allein in der Hand der Arbeitgeber mittels Arbeitszeugnissen lag. Längst äussern sich auch die Arbeitnehmenden über ihre Arbeitgeber – und das sogar in aller Öffentlichkeit via Portale wie kununu oder Glassdoor. Noch einen Schritt weiter geht der On-Demand Provider wie Coople. Dort ist es sogar Pflicht, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber nach jedem Arbeitseinsatz per App gegenseitig bewerten.

Welche Auswirkungen hat das auf Arbeitgeber?

Vor ein paar Jahren mussten Unternehmen darauf achten, dass sie rechtliche Vorgaben einhalten. Heute erwartet der Arbeitnehmer weit mehr. Gute Arbeitsbedingungen und das Wohl der Mitarbeiter sind zentral. Kann man sich im Vorfeld bereits ein Bild über den Arbeitgeber machen, fällt die Entscheidung vermutlich leichter, ob man für das Unternehmen arbeiten will. Denn, Spass machen sollte ein Job immer, auch einer auf Zeit. Wichtige Eigenschaften wie Arbeitsbedingungen, Ausstattung, Führungsphilosphie, Aufgaben, Arbeitsklima etc. sind entscheidend. Und da spielt jetzt die dynamische Internetöffentlichkeit mit. Was zuweilen recht unangenehm sein kann. Die Meinungen dazu sind subjektiv, von Menschen gemacht und geschrieben. Deshalb müssen Unternehmen auch mit negativen Einträgen rechnen. Doch, Kritik ist nicht per se schlecht. Es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Dass sie beachtet werden, liegt auf der Hand. Bei einer Studie aus dem Jahr 2014 gaben rund zwei Drittel der Befragten an, dass sie sich durch Erfahrungsberichte auf Portalen beeinflussen lassen. Diskriminierungen, Veröffentlichungen von Firmeninterna und Anschwärzen der Mitarbeitenden sind nicht erlaubt. Schutz davor bietet die Redaktion. Bei kununu zum Beispiel werden User, die gegen die Regeln verstossen, unverzüglich gelöscht.

Trotzdem können negative Bewertungen ein schlechtes Bild auf das Unternehmen werfen. Und Kritik ist ernst zu nehmen – im Sinne einer Chance. Zeigt man Gesprächsbereitschaft, geht auf die Kritik ein, reagiert sachlich und transparent, profitieren am Ende beide Seiten: Unternehmen und Arbeitnehmer. Ist man mit regelmässigen Negativbewertungen konfrontiert, zeigt das definitiv auf, dass Handlungsbedarf besteht. Dann sollte die Angelegenheit intern besprochen werden: die Kritikpunkte analysieren und Handlungen definieren. Findet man eine Lösung, ist diese entsprechend zu kommunizieren, auf dem Portal nachvollziehbar zu machen und so negative Kommentare auszugleichen. Das kann einen wichtigen Beitrag zum Employer Branding sein.

Zusammengefasst: Eine gesunde Feedbackkultur ist richtig und wichtig – für beide Seiten. Sie birgt Möglichkeiten, das eigene Unternehmen für Mitarbeitende zu begeistern und motivierte Menschen zu finden. Und umgekehrt. Welche Erfahrungen haben Sie bezüglich Feedbackstruktur bereits gemacht?

1 Comment
  • R. Siffert

    29. Juni 2018 at 12:43

    Die ersten beiden Abschnitte nach dem Lead scheinen irgendwie „reingerutscht“ zu sein, haben nichts mit dem Thema des Artikels zu tun 🙂

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