Social Media Guidelines - wichtig? Und was ist der Inhalt?
Social Media Richtlinien

Social Media Guidelines – noch zeitgemäss oder wichtiger denn je?

Guidelines, die vor Jahren erarbeitet und seither nicht mehr angerührt wurden, kann man getrost vernichten. Sie schaden oft sogar mehr, als sie nützen. Weil sie mit Inhalten gespickt sind, die eine sinnvolle Nutzung von Social Media unterbinden. Dabei sind diese Kanäle heute wichtiger denn je und ein wertvoller Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Deshalb braucht es Richtlinien – zeitgemässe.

Traditionelle Kommunikationsstrategien greifen je länger je weniger. Die digitale Kommunikation nach Aussen hat sich in den letzten Jahren etabliert. Gerade für grosse Unternehmen ist es deshalb wertvoll, Regeln aufzusetzen. Denn verschiedene Abteilungen haben unterschiedliche Zielsetzungen und kommunizieren anders. Soll die Kommunikation sinnvoll in die gesamte Kommunikationsstrategie eingebettet sein, braucht es Vorgaben – nicht massregelnde, sondern unterstützende. Besonders im Social Media-Bereich.

Dem Shitstorm vorbeugen?

Unternehmen, die den Sozialen Medien die Bedeutung geben, die sie verdienen, tun sich deshalb gut daran, mit Social Media Guidelines zu arbeiten. Zum einen geben sie vor, wie die Kommunikation in der Social Media-Präsenz des Unternehmens aussehen soll. Zum anderen sind sie eine Hilfestellung für Mitarbeitende. Denn, Mitarbeitende sind Botschafter des Unternehmens. Immer. Auch dann, wenn sie privat kommunizieren. Guidelines verfolgen also das Ziel, dass Unternehmenswerte auch im Social Media-Bereich konsequent angewendet werden (Beispiele finden Sie hier). Mit Hinweisen auf die richtige Sprache und auf sensible Inhalte lässt sich so auch ein gewisser Schutz vor Shitstorms aufbauen.

Und was sollte in den Guidelines geregelt sein?
  1. Botschafter für das Unternehmen und dessen Produkte: Mitarbeitende sind immer Botschafter des Unternehmens. Auch dann, wenn sie auf privaten Kanälen kommunizieren. Darauf muss hingewiesen werden.
  2. eigenverantwortliches Handeln: Guidelines sind kein Maulkorb, sondern wirken unterstützend und befähigen Mitarbeitende, selbstverantwortlich zu kommunizieren und zu handeln. Weisen Sie darauf hin, dass es Sicherheitsmassnahmen sind. Und welche Konsequenzen es hat, wenn man gegen Unternehmenswerte verstösst (oder sich gar rechtswidrig verhält).
  3. Nutzen für Mitarbeitende: Erläutern Sie den Mitarbeitenden, welchen Nutzen sie selbst haben, wenn sie die Guidelines anwenden, zum Beispiel durch Tipps für mehr Relevanz.
  4. Unternehmenswerte: Schauen Sie, dass Mitarbeitende gemäss den Unternehmenswerten kommunizieren. Ganz sicher sollte dabei auch immer die Wahrheit, Aufrichtigkeit und Höflichkeit im Vordergrund stehen. Das geht in den Sozialen Netzwerken hin und wieder verloren. Zeigen Sie an konkreten Beispielen, wie sich Ihr Corporate Behaviour in Soziale Netzwerke übertragen lässt.
  5. rechtlicher Rahmen: Soziale Netze sind kein rechtsfreier Raum. Verschwiegenheitsklausen, das Nutzen und Teilen von Bildern, Copyright-Richtlinien sind elementar.

Fazit: Unternehmen brauchen Social Media Guidelines. Die Inhalte sind jedoch nicht mehr mit Verboten gespickt. Viel mehr sollen sie positiv motivierend sein. Damit die Richtlinien zeitgemäss sind und bleiben, macht es Sinn, diese regelmässig anzupassen. Eine offene Diskussion mit den Mitarbeitenden, ein Abgleichen mit der Unternehmensstrategie – so werden die Vorgaben zu einem Dokument, das alle interessiert.

Social Media Guidelines von Six als Erklärvideo:
Six https://www.youtube.com/watch?v=TZY7uad54j4

Ausführlicher Artikel zum Thema im Upload-Magazin:
https://upload-magazin.de/blog/20673-social-media-guidelines/

Literaturhinweise zu Social Media
https://www.die-besten-aller-zeiten.de/buecher/business/social-media-marketing/

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