Innovationmanagement und Zukunft im HR: Interview mit Robindro Ullah (Teil 2) - Prospective

Innovationmanagement und Zukunft im HR: Interview mit Robindro Ullah (Teil 2)

Im ersten Teil dieses Interviews erläuterte Robindro Ullah, Moderator des Innovation Lab am 24. & 25. Mai 2018, was man sich unter „Smart Recruiting“ vorstellen kann und wie Sketchfab, 3D, AR und VR die Gestaltung von Lebensläufen und Employer Brand verändern werden. Im heutigen Beitrag verrät er uns, weshalb es so wichtig ist am Puls der Zeit zu bleiben.

Ein wichtiger Teilnehmernutzen des Innovation Lab ist die Weichenstellung fürs eigene Unternehmen. Da die Zukunft im HR digital zu sein scheint – was raten Sie KMUs, die über weniger Mittel verfügen, um in digitale Innovationen zu investieren?
Erstaunlicherweise sind viele von den neuen Tools tatsächlich gratis, was letztlich gerade KMUs für extrem handlungsfähig macht. Während die großen Konzerne noch in der Warteschlange für die Freigabe hängen, können KMUs die Tools bereits integrieren und in die operative Umsetzung gehen. Meine Meinung ist daher, dass das geschieht, was wir schon seit Jahren beobachten. Die Größe ist nicht mehr entscheidend.

Sie sagen, die Zukunft im HR findet nicht wie früher in 30 bis 50 Jahren statt. Sie steht quasi vor der Tür. Sind die Unternehmen für solch rasante Veränderungen überhaupt gerüstet – technisch, finanziell, personell, mental?
Ich denke, die meisten haben noch nicht realisiert, dass die Welt sich heute so schnell wie nie zuvor verändert und gleichzeitig sich nie wieder so langsam verändern wird wie heute. Wer das realisiert hat, wird als Unternehmen die notwendigen Ressourcen bereitstellen. Was man dabei nicht vergessen darf ist: es muss nicht teuer sein. Es wird aber auf jeden Fall anstrengend.

Im Innovation Lab spielt das «Fail-Fast-Prinzip» offenbar eine wichtige Rolle. Was genau ist damit gemeint?
Eine der Sessions lebt davon, dass wir lernen, Ideen schnell wieder fallen zu lassen. Ein Punkt an dem Unternehmen immer mal wieder kranken, ist die Fähigkeit sich schnellst möglich von schlechten Ideen wieder zu trennen. Wir neigen in einigen Disziplinen dazu, zu lange an alt eingesessenem festzuhalten. Das hemmt die Produktion neuer Ideen und kostet letztlich Geld. Natürlich kann man nicht alles bei kleinsten Wiederständen aufgeben, aber in einer Session werden wir uns darauf konzentrieren.

In Ihrem Online-Magazin «hr|tomorrow» stellen Sie die kühne Behauptung auf, die Porno-Industrie sei Wegbereiter für das HR-Marketing. Das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein?
Doch klar – die Porno Industrie war schon für viele technische Entwicklungen der Wegbegleiter. Ohne diese gebe es kein BlueRay und auch zuvor hätten wir wohl kein VHS gehabt. Durch den Einstieg der Porno Industrie in den Bereich der VR und AR Headsets wird sich sicherlich sehr viel tun, von dem wir als HR Marketing ebenfalls profitieren können.

Was ist der wichtigste Grund, weshalb sich Ihrer Meinung nach die Teilnahme am Innovation Lab 2018 in Zürich lohnt?
Der wichtigste Grund ist meiner Meinung nach «das am Puls der Zeit bleiben». Wer heute nicht auf den Zug aufspringt, wird es morgen vermutlich nicht mehr annähernd schaffen: der Zug wird von Tag zu Tag immer schneller. Dabei geht es nicht darum, jeden Trend mitzumachen, sondern ihn zu verstehen.

 

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